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Von Meilensteinen und Markt-Neuheiten

E-Commerce-Kommissionierung mit höchster Dynamik – direkt in den Versandkarton

WITRON-Gründer und -Inhaber Walter Winkler

Geschäftsführer Helmut Prieschenk vor dem WITRON-Logistikhof.

Die COM-Maschinen der neusten Generation kommissionieren mit höchster Geschwindigkeit anspruchsvolle Artikelspektren – unterschiedlichste Handelseinheiten, Behälter und PET-Flaschen – vollautomatisch und filialgerecht. Dabei kommt OPM sowohl im Trockensortiment, im Frischebereich als auch im Tiefkühlbereich erfolgreich zum Einsatz.

In den innovativen AKL-Lösungen von WITRON arbeiten hochdynamische Regalbediengeräte, welche von der WITRON-Tochter FAS entwickelt und hergestellt werden.

Auf 48.000 m² fertigt WITRON am Standort Parkstein die komplette Mechanik für seine Projekte selbst

Die Werke 3 und 4 sind mit einer Seilbahn für Materialaustausch miteinander verbunden

Typisch WITRON: Moderne und ergonomische Kommissionier Arbeitsplätze

48.000 Quadratmeter für die Fertigung von Mechanik – diese enorme Fläche ist in gerade einmal drei Jahren bei der WITRON-Tochter FAS (Förder Anlagen Systeme GmbH) in Parkstein in der Oberpfalz entstanden. Nach Werk 3 im Jahr 2010 wurde unlängst das neue Werk 4 – doppelt so groß wie das zuvor eröffnete Werk 3 – in Betrieb genommen. Ein Meilenstein in der mehr als 40-jährigen Geschichte des Generalunternehmers für Logistik- und Kommissioniersysteme. Und weitere Meilensteine sollen folgen – nicht nur durch Erweiterungsbauten. Schon 2014 soll eine Produktinnovation für Multi-Channel-Logistik und Fulfillment ein neues Kapitel in der erfolgreichen Firmengeschichte einläuten.

Auf einer Fläche von etwa sieben Fußballfeldern wird nun im modernen Holzbauambiente nahezu die gesamte Mechanik für die WITRON-Systeme geplant und gefertigt. Der Grundstein für die Neueröffnung geht zurück auf eine Entscheidung aus dem Jahr 2005. Firmengründer Walter Winkler entschloss sich, die Fördertechnik-Elemente für seine hochdynamischen Kommissioniersysteme künftig selbst zu entwickeln und zu produzieren. „Unsere Kunden erwarten von WITRON-Anlagen bis zu 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Höchstleistungen – und um das erfolgreich, zuverlässig und wirtschaftlich umsetzen zu können, muss die Mechanik qualitativ höchsten Ansprüchen genügen. Diese Topqualität können wir unseren Kunden gezielt mit einer eigenen Produktion von Fördertechnik, Regalbediengeräten, Sondermaschinen und neuerdings auch dem Regalbau für Behälter- und Traysysteme garantieren“, erklärt Walter Winkler die Entscheidung von damals, die die Struktur des Unternehmens WITRON nachhaltig veränderte und die bis heute in Parkstein niemand bereut hat. Die FAS (Förder Anlagen Systeme GmbH) sollte eine Entwicklung erleben, die selbst kühne Optimisten nicht vorhergesagt hätten. Denn schnell reichten die mit dem Bau von Werk 3 im Jahr 2010 geschaffenen Fertigungsflächen aufgrund der hohen Auftragslage nicht mehr aus. So fiel im Jahr 2012 die Entscheidung, diese durch den Bau von Werk 4 nochmals signifikant auf insgesamt 48.000 m² zu erweitern. Das FAS-Umsatzwachstum von 24 Millionen (2010) auf 85 Millionen (2012) spricht für sich.

Nach nur knapp einjähriger Bauzeit hat die Fertigung in den neuen Produktionshallen Mitte Oktober 2013 ihre Arbeit aufgenommen und wird im Rahmen eines stufenweisen Hochlaufes bis Anfang 2014 in den Komplettbetrieb überführt. Der Erfolg von WITRON – Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen – bekräftigt  die Entscheidung von einst. Die Tatsache, dass die Mechanik für die WITRON-Systeme aus dem eigenen Haus stammt, individuell abgestimmt auf den Bedarf des Kunden entwickelt wird und optimal mit den eigenen Steuerungssystemen integriert ist, sind heute absolute Erfolgsfaktoren.

Somit war der Erfolg der Tochter FAS nicht zuletzt einer der Garanten für den Erfolg der gesamten WITRON-Gruppe in den vergangenen Jahren. Mehr als 2000 Logistikprojekte hat WITRON in seiner mehr als 40-jährigen Firmenhistorie erfolgreich realisiert, die Nachfrage nach Systemen der Parksteiner ist ungebrochen hoch. Ein wesentlicher Faktor für die gute Entwicklung der letzten Jahre sei, dass man nie aktuellen Trends hinterherlaufe, sondern lieber selbst Innovationen schaffe, die auf bewährten, weiterentwickelten WITRON-Technologien basieren. So bleibt man in Parkstein auch konsequent der RBG-Technologie treu – und das mit sichtbar großem Erfolg. „Wir haben mit der nachweislich hohen Verfügbarkeit, Leistung und Energieeffizienz von Regalbediengeräten branchenübergreifend und weltweit beste Erfahrungen gemacht. Warum sollten wir unsere Stärken aufgeben?“, so WITRON-Geschäftsführer Helmut Prieschenk.

Nicht umsonst würden in vielen Fällen Aufträge in Ideenwettbewerben gewonnen, die ganzheitliche Lösungen erfordern. Der Kunde sei nicht auf Einzelkomponenten fixiert, sondern an einer funktionierenden Komplettlösung interessiert, die ihm dauerhaft Wettbewerbsvorteile verschafft, so Prieschenk. Wie beispielsweise beim größten Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte, dem neuen Food-Retail-Verteilzentrum von INEX in Finnland. Bei der Vergabe konnte sich WITRON im Rahmen eines Ideenwettbewerbes mit seinen auf innovativen RBG-Technologien basierenden Lager- und Kommissionier-Systemen für den Lebensmitteleinzelhandel gegen verschiedene Wettbewerbslösungen behaupten. Aus dem Verteilzentrum, das mit einer Größe von 150.000 m² in Sipoo, Nähe Helsinki, entsteht, werden ab 2018 insgesamt 1.100 Filialen täglich in ganz Finnland aus einem Vollsortiment von fast 26.000 verschiedenen Artikeln beliefert. Und zwar sowohl aus dem Trockensortiment, mit Frischeprodukten (+2 Grad C, +4 Grad C, +8 Grad C, +13 Grad C) und Tiefkühlware (-26 Grad C) – ein klares Argument für die große Flexibilität der RBG-Technologie, die landläufig diskutiert wird. Verschiedene EDEKA-Regionalgesellschaften setzen seit vielen Jahren auf WITRON-Lösungen und der Lebensmittelkonzern REWE beispielsweise beliefert zukünftig mit Technologien der Parksteiner deutschlandweit 5.500 Supermärkte.

Für Flexibilität steht auch die große Branchenvielfalt der WITRON-Systeme. Nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch im E-Commerce, Elektronikversand, General Merchandise und Ersatzteilgeschäft erhielt WITRON zahlreiche Aufträge. Das 2013 eröffnete Verteilzentrum des KFZ-Ersatzteilversenders ATP Auto-Teile-Pöllath in Pressath/Oberpfalz liefert Spitzenwerte: 600.000 Kunden europaweit werden aus einem Spektrum von 50.000 Lagerartikeln und insgesamt 600.000 Katalogartikeln bedient. Weitere Beispiele seien die international gleich an mehreren Standorten erfolgreich laufenden Logistikzentren des Distributors von Elektronik-Komponenten Future Electronics, oder den Health & Beauty-Spezialisten CVS Pharmacy und Alliance Boots (mit bis zu drei Millionen Picks täglich),die allesamt mit WITRON RBG-Technologie ausgestattet sind. Höchste Dynamik erreicht man mit der bewährten Technologie ebenso im anspruchsvollen Geschäft des Technischen Handels. Hierfür steht Technische Unie in den Niederlanden mit seinem breiten Artikelspektrum und hohem Durchsatz als bestes Beispiel.

Gerade im Bereich E-Commerce sieht sich WITRON mit seinen Technologien bereits heute gut aufgestellt. Zum Beispiel aufgrund der großen Flexibilität der eingesetzten Systeme hinsichtlich der Ladungsträger. Ob Palette, Behälter, Trays oder Kartons, in den unterschiedlichsten Größen und Formaten – allesamt problemlos handelbar. In vielen Projekten der Branchen Handel oder Drogeriebedarf werden tagtäglich Waren ergonomisch und filialgerecht auf Paletten, Rollcontainer oder in Behältern bzw. Kundenpakete kommissioniert und an Supermärkte – bzw. mit steigender Sequenz - zum Endverbraucher verschickt. Flexibilität und Dynamik par excellence. Und zwei Regalfahrzeuge pro Gasse seien auch längst Standard in den innovativen WITRON-Systemen. In den Benelux-Ländern und Skandinavien werde WITRON in Kürze weitere E-Commerce-Projekte realisieren.

Innovationen haben bei WITRON schon fast Tradition. Nicht zu Unrecht sind die Parksteiner stolz auf ihre bis heute erfolgreiche OPM-Technologie, die weltweit als Standard und Benchmark im Bereich der automatischen Case-Kommissionierung gilt. Marktführende Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland, Schweiz, Spanien, Frankreich, Skandinavien und Nordamerika setzen auf die Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, Ergonomie und Nachhaltigkeit von OPM – meist  sogar an mehreren Standorten. OPM – mit der COM (Case Order Machine) als Herzstück sorgte nur kurz nach ihrer Erstvorstellung für Aufsehen in der Fachwelt und wurde 2005 mit dem VDI-Innovationspreis dekoriert. 574 COM-Maschinen in 36 Projekten wurden bisher realisiert bzw. beauftragt. Mehr als 45 Millionen Ladungsträger bis dato in optimaler Dichte, fehlerfrei und filialgerecht gepackt. Aktuell werden in Summe weltweit mehr als fünf Millionen Cases pro Tag mit OPM kommissioniert. Neben OPM sind weitere Paletten- und Behälter-Kommissioniersysteme hinsichtlich Dynamik, Ergonomie und Funktionalität patentiert.

Und WITRON wäre nicht WITRON, wenn man nicht permanent an neuen Innovationen arbeiten würde. „Du musst permanent am Ball bleiben und puschen. Insbesondere im E-Commerce gehen wir neue Wege und aktuellen Kundenanforderungen aus dem Bereich Fulfillment begegnen wir mit einem kreativen, multifunktionalen Ansatz“, sagt Firmengründer Walter Winkler. Mit einer Produktinnovation, die „auf dem Markt durchaus für Aufsehen sorgen dürfte“, wolle man das seit 40 Jahren andauernde Unternehmenswachstum fortsetzen. „Gerade im E-Commerce und Online-Geschäft ändern sich die Bedingungen minütlich. Darauf muss der Händler reagieren können“. Ausgehend von bestehenden Systemen neue Innovationen anstoßen und zukunftsorientiere Veränderungen umsetzen, das ist stets der Plan. „So profitieren wir aus den großen Erfahrungen bestehender Systeme und nutzen dieses Know-How für neue Lösungen, die der Markt erfordert“. So werde WITRON 2014 weitere innovative Module mit neuen Funktionen und Prozessen, die es noch nie gab, präsentieren.

Erfolg verspricht vor allem das neue FMC-System, eine speziell auf den Bereich Multi-Channel-Logistik ausgerichtete Lösung. Mit dem FMC-System ermöglicht WITRON seinen Kunden eine höchsteffiziente Belieferung sowohl von Stores als auch von E-Commerce-Kunden, egal ob Home-Delivery oder Store-Pick-Up – aus dem gleichen Verteilzentrum. Das ermöglicht beispielsweise Retailern eine noch größere Wertschöpfung in Bezug auf ihr Filial- und Online-Geschäft. Durch das eng verzahnte Setup von Lagerbestand, Kundeninformationen und Produktspektrum ergeben sich außerdem lukrative Cross-Selling-Effekte. Das FMC-System kann aber nicht nur im Sektor Lebensmitteleinzelhandel, sondern natürlich auch in vielen weiteren Branchen Synergieeffekte freisetzen.

Zudem können mit dem neuen WITRON-System signifikante Einsparungen erzielt werden: Für E-Commerce-Belieferungen sinken die Kosten pro Verkaufseinheit auf etwa ein Drittel gegenüber der Store-Versorgung. Durch die intelligente Kombination der verschiedenen Verkaufswege in einem Logistikzentrum entstehen allein schon in der Bestandshaltung massive Einsparpotenziale. Dazu kommen Kosteneinsparungen beim Personalbedarf, den Baukosten, der Intralogistik und dem Fördertechniknetzwerk selbst.

Dabei fällt die notwendige Investition äußerst klein aus: Der Clou ist die variable Nutzung des Logistiksystems. Ohne große Veränderungen eines bestehenden Verteilzentrums können neue E-Commerce-Funktionalitäten reibungslos und sanft integriert sowie schnell vollumfänglich genutzt werden. Mit dem FMC-System hat WITRON eine neue Lösung entwickelt, die den Kunden Multi-Channel-Funktionalitäten bei geringer Investition ermöglicht.

Bei einem E-Commerce-Logistiktag werde man das neue System ausführlich vorstellen. Ganz wie man es von WITRON gewohnt ist, bietet die neue Lösung einen hohen Automatisierungsgrad bei höchster Flexibilität.

So stellt man sich in Parkstein auf weiteres Wachstum ein. Aber immer „Schritt für Schritt“, wie Firmengründer Walter Winkler gerne betont. Nichts desto trotz freut man sich in der Oberpfalz bereits auf die bevorstehenden Meilensteine in Sachen WITRON-Innovationen. Und nicht nur auf diese. Der Ausbau von Werk 2 ist bereits in Planung.