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SUPERVALU - Logistikvorsprung durch Spitzentechnologie

Amerikanischer Lebensmitteleinzelhändler setzt seit 6 Jahren auf Witron-Lösungen

Foto: WITRON

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Mit einem Umsatz von fast 41 Milliarden Euro und 160.000 Mitarbeitern gehört Supervalu zu den größten Handelsunternehmen in Nordamerika. Bereits seit 2006 lagert und kommissioniert das Unternehmen am Standort Hopkins (Minnesota) Handelseinheiten mit der patentierten OPM-Technologie des Parksteiner Generalunternehmers Witron Logistik + Informatik GmbH. Seit 2008 ist in Brea (Kalifornien) ein Witron-DPS-System für die Kommissionierung kleinvolumiger Artikel fester Bestandteil der Supervalu-Logistikstrategie. Am Standort Lancaster (Pennsylvania) ging 2009 ein weiteres Distributionszentrum mit der OPM-Technologie in Betrieb.

„Wir suchten nach einem Logistiksystem für die Kommissionierung von Handelseinheiten, welches uns dabei half, unsere führende Rolle im nordamerikanischen Großhandelsgeschäft weiter auszubauen“ so Fred Boehler, Senior Vice President Supply Chain bei Supervalu. Dabei stieß man auf das vollautomatische OPM-System (Order Picking Machinery) von Witron. Hiermit war es möglich, Handelseinheiten ohne Personaleinsatz filialgerecht auf Auftragspaletten zu kommissionieren. Die Lösung war in den USA bereits an einem Standort des zweitgrößten Lebensmitteleinzelhändlers Kroger im Einsatz. „Und die Entscheidung hat sich bezahlt gemacht“ erklärt Fred Boehler. „Denn unsere Erwartungen wurden übertroffen. Die drei automatisierten Anlagen von Witron liegen im Netzwerk der 29 Logistikzentren von Supervalu konstant an der Leistungsspitze. Sie sind wirtschaftlich, effizient, flexibel. und generieren zahlreiche Vorteile – im Lager, für den Transport, bis hin in die Filiale. Wir können uns sehr gut vorstellen, diese Technologien auch noch in weiteren Logistikzentren einzusetzen“.

Breites Artikelspektrum an den Standorten

Das OPM-System wurde in Lancaster in ein bestehendes, 21 Meter hohes Gebäude mit einer Fläche von 16.300 m² integriert. Der Standort beliefert täglich 400 Filialen aus einem Trockensortiment von 18.000 verschiedenen Artikeln. Dabei kommissionieren die 22 COM´s (Case Order Machine) an einem Spitzentag 256.000 Handelseinheiten filialgerecht auf Auftragspaletten. Die Anlage umfasst ein 10-gassiges automatisches Palettenlager mit 54.000 Stellplätzen sowie ein Tray-AKL mit 44 Regalbediengeräten und 400.000 Stellplätzen. Gut 95 % aller Artikel können mit dem vollautomatischen System gehandelt werden.

Im Distributionszentrum Hopkins werden durch das OPM-System mit 18 COM-Maschinen täglich 177.000 Handelseinheiten aus einem Trockensortiment von 13.000 verschiedenen Artikeln kommissioniert. Das automatische 17-gassige Palettenlager beinhaltet 56.000 Stellplätze. Das 36-gassige Tray-AKL ist für 339.000 Stellplätze ausgelegt.

Hohe Verfügbarkeit durch einfache Prozesse

An den Standorten ist der gesamte Materialfluss einfach und effektiv gelöst. Nach erfolgtem Wareneingang werden die WE-Paletten zunächst in ein automatisches Paletten-HRL eingelagert. Mangelhafte Lieferpaletten erkennt das System automatisch und tauscht diese aus.  Ausgelöst durch ausgereifte Nachschubalgorithmen erfolgt die lagenweise Depalettierung der Handelseinheiten sowie die anschließende fördertechnische Verheiratung jeder Handelseinheit mit einem Tablar. Hierfür kommen bei Supervalu zwei unterschiedliche Tray-Abmessungen zum Einsatz. Die jeweilige Größe wird abhängig von der Handelseinheit vom Lagerverwaltungssystem festgelegt, um eine maximale Lagerraumeffizienz zu gewährleisten. Alle Trays werden in einem Tablar-AKL zwischengelagert. Die dort eingesetzten RBG`s sind extrem effektiv und können gleichzeitig zwei große oder vier kleine Trays transportieren.

Auf Basis der aktuellen Auftragsanforderungen werden die Handelseinheiten der COM (Case Order Machine) zugeführt, vorher vom Tray getrennt und auf Basis eines von Witron entwickelten, hocheffizienten Schlichtalgorithmus` filialgerecht (store friendly) auf Auftragspaletten kommissioniert. Sämtliche Parameter wie Größe, Gewicht, Zerbrechlichkeit, Zusammenlagerungsverbote, Family Grouping etc. wurden vorher berücksichtigt. Anschließend wird die fertige Auftragspalette mit Folie umwickelt und etikettiert. Während des gesamten Prozesses werden die Artikel ausschließlich getragen und geschoben, so dass eine Beschädigung der Ware nicht möglich ist.

Reibungslose Implementierung, sanfter Hochlauf  

Die Implementierung und der Hochlauf in Lancaster verliefen reibungslos und zügig. Dank der Erfahrungen von Witron aus dem Supervalu-Projekt in Hopkins und der engen Zusammenarbeit beider Projekt-Teams konnte der Standort termin- und budgetgerecht in Betrieb genommen werden. „Supervalu hat Witron bei diesem Projekt wirklich phantastisch unterstützt“, sagt Bernd Lindner, Projektmanager von Witron. „Der Erfolg von Lancaster ist ein Beweis dafür, was gutes Teamwork leisten kann“. Schon drei Monate nach Produktivstart wurden bereits 80% der Design-Leistung abgewickelt. Und was wichtiger ist, die Belieferung der Filialen musste während dieser Zeit nicht ein einziges Mal unterbrochen werden“, so Lindner.

Zahlreiche Vorteile durch OPM

Durch den Einsatz von OPM werden Kommissionierfehler ausgeschlossen, Beschädigungen reduziert und die Effizienz beim Auffüllen der Regale in der Filiale signifikant verbessert. Dies führt zwangsläufig zu einem höheren Servicegrad und somit zu mehr Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus wurden die Personalkosten durch die neue Technologie signifikant reduziert.  Auch konnte die OPM-Technologie in ein bereits bestehendes Gebäude implementiert werden. Da im OPM keine Pickfront notwendig ist, führte dies zu einer Flächenreduzierung von 40% im Vergleich zu einem konventionellen Lager. In Folge konnte ein höheres Volumen auf einer wesentlich kleineren Fläche umgeschlagen werden. Ein weiterer großer Vorteil ist die Verringerung von konventionellen Fördertechnikausrüstungen, wie Schubgabelstaplern, Gabelstaplern, Kommissionier-Wägen und Batterieladegeräten. Desweiteren sorgt die hochoptimierte Witron-Auftragssteuerung dafür, dass die kommissionierten Paletten konsolidiert zum Versand kommen. Bestandskontrollen und Überprüfung fallen weg oder können erheblich reduziert werden.

Ein hohes Einsparungspotential sieht Supervalu auch im Transport. So verweist Fred Boehler, auf Untersuchungen, nach welchen der Transport 35 % der Kosten in der gesamten Supply Chain des US-Retailers verursacht. „Mit OPM können die Paletten dichter gepackt und der Stauraum im LKW besser ausgenutzt werden – das spart Transportdollars“, sagt Senior Vice President Fred Boehler.

Entlastung der Mitarbeiter von unergonomischen Prozessen

„Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen bedeutet der Einsatz von OPM auch eine geringere physische Belastung für die Mitarbeiter“, nennt Witron-Projektmanager Bernd Lindner noch einen weiteren wichtigen Punkt. „Unsere Kunden erkennen zunehmend, dass es in Zukunft noch viel schwerer sein wird, Arbeitskräfte für die Arbeit in den Logistikzentren zu finden. Die Anzahl der Menschen, die bereit sind, jeden Tag Tonnen von Waren zu heben, wird in den kommenden Jahren abnehmen. Dazu werden neue Arbeitsschutzgesetze sowie der demografische Wandel diesen Prozess nochmals verschärfen. Ein System wie OPM schafft moderne Arbeitsplätze, die die Attraktivität der Jobs im Lager erhöhen. Dadurch ist es viel leichter, Mitarbeiter zu finden und diese langfristig an das Unternehmen zu binden.“

Distributionszentrum Supervalu Lancaster – auf einen Blick

 

Größe Distributionszentrum:16.300 m²
Artikelsortiment:Trockensortiment
Anzahl verschiedene Artikel gesamt:18.000
Witron-System: OPM Order Picking Machinery
Anzahl COM-Maschinen: 22
Anzahl Palettenstellplätze:54.000
Anzahl Paletten-RFZ`s:10
Anzahl Tray-Behälterstellplätze:400.000
Anzahl Tray-RFZ`s:44
Anzahl kommissionierte Handelseinheiten
pro Tag (Spitzentag):
256.000

Kurzportrait Supervalu

Supervalu ist einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler in den USA. Der Hauptsitz des 1870 gegründeten Unternehmens ist in Eden Prairie (Minnesota). Das Handelsunternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet und beschäftigt etwa 160.000 Mitarbeiter. 2010 lag der Umsatz bei fast 41 Milliarden Euro. 2006 wurde durch Supervalu der US-Lebensmitteleinzelhändler Albertsons übernommen. Insgesamt beliefert das Unternehmen circa 4.300 „klassische“ Supermarkt-Filialen in 40 US-Staaten.


Kurzportrait Witron Logistik + Informatik:

Im Jahr 1971 gegründet zählt die Witron Logistik + Informatik GmbH mit Hauptsitz in Parkstein (Oberpfalz/Ostbayern) heute zu den führenden Planern und Realisierern automatisierter Logistik-Systemlösungen. Zahlreiche nationale und internationale Marktführer aus Industrie und Handel setzen auf die interdisziplinäre und branchenübergreifende Kompetenz, die sich Witron in 39 Jahren bei der Umsetzung von mehr als 2.000 spezifischen Logistikprojekten in verschiedensten Bereichen der Wirtschaft erarbeiten konnte. Als Generalunternehmer übernimmt Witron die Budget-, Termin- und Funktionsverantwortung während aller Projektphasen: Beginnend bei der Konzeption und Planung, während der Montage und gesamten Realisierungsphase der Logistikanlage sowie beim anschließenden Anlagenhochlauf. In Form einer Customer-Support-Partnerschaft können Anwender auch nach Projektabschluss während des gesamten Lebenszyklus’ ihrer Anlage auf das Know-how von Witron zugreifen. Je nach Kundenwunsch tritt das Unternehmen heute auch als Betreiber und Finanzierungspartner für Kunden und Investoren auf.

Die Witron-Unternehmensgruppe zählt weltweit etwa 1.200 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz 2009 betrug rund 200 Millionen Euro. Weitere Niederlassungen befinden sich in Rimpar, Arlington Heights/Illinois (USA), Toronto (Kanada), Venray (Niederlande), Stoke-on-Trent (UK), Madrid (Spanien) und Straßburg (Frankreich).