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ATRIA OY ist als Pilotkunde mit den Ergebnissen des Witron E-DPS mehr als zufrieden

Der finnische Fleischwarenproduzent ATRIA OY hat sein Distributionszentrum am Unternehmenssitz in Nurmo vor rund einem Jahr um die modulare Lager- und Kommissionierlösung „Ergonomic-Dynamic Picking System“ (E-DPS) des Parksteiner Generalunternehmers für Lagerlogistik Witron erweitert. Im Ergebnis hat sich die schon zuvor sehr hohe Effektivität in der Kommissionierung bei gleicher Mitarbeiteranzahl noch einmal um den Faktor 1,6 erhöht.

Parkstein, 01.05.2008 - In Kombination mit dem bereits seit 2000 eingesetzten „Order Picking System“ (OPS) von Witron, für dessen Umsetzung ATRIA als Finnlands Logistikunternehmen des Jahres 2003 ausgezeichnet wurde, ist ATRIA OY mit E-DPS in der Lage, rund 78.000 zusätzliche Orderlines am Tag zu bearbeiten und damit eine wesentlich höhere Warenmenge von Nurmo aus zu versenden. 

„Nach gut einem Jahr können wir sagen, dass E-DPS unsere Logistik noch sehr viel schneller und flexibler gemacht hat“, zieht ATRIA-Projektmanager Jaakko Takala ein positives Fazit. „Gerade in unserem ausgesprochen hart umkämpften Marktumfeld sichert uns das für die nächsten Jahre einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber unserer Konkurrenz.“ Durch den Ausbau der Logistikkapazitäten in Nurmo können heute insgesamt mehr als eine Million Kilogramm an Fleisch- und Wurstwaren pro Tag ausgeliefert werden. Das entspricht einer annähernden Verdopplung der bisherigen Logistikkapazität. 

E-DPS liefert optimale Ergebnisse 

Nötig geworden war dieser Ausbau der Logistikkapazitäten durch die stetige Erhöhung des Umschlagsvolumens bei ATRIA, sodass das bestehende OPS-System in dem 2000 gebauten Distributionszentrum bald an die Grenzen seiner maximalen Leistungsfähigkeit gestoßen wäre. „Zur Diskussion stand bei uns auch, diese zusätzlichen Kommissionierkapazitäten an einen Dienstleister fremdzuvergeben oder aufgrund der positiven Erfahrungswerte einfach ein zweites OPS-System von Witron neben dem ersten zu installieren“, so ATRIA-Projektmanager Takala. „Entschieden haben wir uns dann jedoch hauptsächlich aufgrund unserer stark veränderten Auftragsstruktur in den vergangenen Jahren für das gerade neu entwickelte E-DPS, weil es für uns die besten Ergebnisse bezogen auf Kommissioniergeschwindigkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz liefert.“ 

Das kompakte Lagermodul besteche dabei vor allem durch höchste Leistung sowie die Entkopplung der verschiedenen Geschäftsprozesse. „Unsere Logistikziele haben wir mit E-DPS geradezu ideal umgesetzt – unser Benchmark hat gezeigt, dass wir damit bei minimalem Personal- und Flächeneinsatz deutlich höhere Effektivitäten erzielen konnten als mit den verbreiteten traditionellen Methoden“, so Takala. Rund 40 Millionen Euro hat ATRIA insgesamt in diese zweite Ausbaustufe des Logistikzentrums investiert. Der  Invest für die Witron-Logistikgewerke lag dabei bei etwa 22 Mio. Euro.

High Speed Picking mit höchster Ergonomie

Zum Einsatz kommen im Distributionszentrum in Nurmo hochdynamische Regalbediengeräte, so genannte „Picking Mini Loads“ (PMLs). Bis zu drei PMLs werden pro E-DPS-Modul zu einer Einheit zusammengefasst und versorgen die zugeordneten Kommissionierplätze. Aufgrund von ca. 400 Behälterbewegungen pro PML pro Stunde ist in Summe eine ausgesprochen hohe Pickleistung von ca. 1.000 Orderlines pro Basismodul pro Stunde möglich!. Insgesamt sind derzeit 30 dieser PMLs und 20 zukunftsweisende, sehr ergonomisch und kundenindividuell gestaltete Kommissionierarbeitsplätze bei ATRIA OY im Einsatz

Frühzeitig im Witron-Technologiezentrum getestet

„Dass wir Pilotkunde für E-DPS waren, hat uns aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Witron in den vorausgegangenen Jahren in keinster Weise beunruhigt“, so Jaako Takala. „Wir haben größtes Vertrauen in das Know-how des Unternehmens. Ebenso hatten wir im Witron-Technologiezentrum in Parkstein schon frühzeitig die Möglichkeit, mit unseren eigenen Artikeln umfangreich zu testen und uns mit der neuen Technik vertraut zu machen.“ Im Witron-Technologiezentrum (WITEC) sind verschiedenste Kommissioniersysteme im kompletten Materialfluss installiert. Es wird intensiv zur Erprobung neuer Technologien als auch für unterschiedlichste Tests gemeinsam mit dem Kunden genutzt. 

Kommissionierung optimal mit der Produktion abgestimmt 

Bei einer durchschnittlichen Lagerreichweite von etwa zwei Tagen stellt die logistische Behandlung der ATRIA-Produkte außerordentlich hohe Anforderungen an Schnelligkeit, Flexibilität und Funktionalität der Anlage. „Aufgrund der begrenzten Mindesthaltbarkeitsdaten in der Fleisch- und Wurstbranche sowie der beiden parallel aktiven Kommissioniersysteme OPS und E-DPS war besonders der Hochlauf des neuen Systems eine sehr wichtige Phase für die gesamte Logistik bei ATRIA. „Die optimierte Steuerung des Wareneinganges aus der Produktion entschied darüber, ob die Kommissionierung in den beiden Systemen mit der jeweils erforderlichen Leistung arbeiten konnte“, verweist Josef Bauriedl, Projektmanager auf Seiten der Witron Logistik + Informatik GmbH, auf eine zusätzliche Besonderheit der ATRIA-Logistik. „Die in allen Belangen leistungsoptimierten Arbeitsplätze am E-DPS führten zu einer erheblichen Steigerung der individuellen Kommissionierleistung.“  

Im Lebensmittelhandel zeichnet sich immer stärker ein Trend ab in Richtung immer individuellerer und häufigerer Belieferungszyklen - das bedeutet für die Logistik, dass kleinere Sendungsgrößen mit einer größeren Anzahl an Lieferungen einhergehen. Diese Flexibilität muss sich auch in der Kommissionierung wiederfinden, um eine kontinuierliche Lieferfähigkeit sicherzustellen sowie zusätzliche Nachfrage generieren zu können. Hier ist es für ATRIA mit Sicherheit von Vorteil, dass Produktion und Logistik an einem Standort angesiedelt sind. „Das ermöglicht sehr effiziente Prozessabläufe“, so ATRIA-Projektmanager Takala.

Langjährige Zusammenarbeit mit Witron zahlt sich aus

„An diesem Punkt spielt sicherlich eine Rolle, dass ATRIA und Witron sich durch die Zusammenarbeit bei der Installation des OPS sehr gut kannten und die E-DPS-Installation deshalb ohne größere Reibungsverluste realisiert werden konnte“, sagt Witron-Projektmanager Bauriedl. Auch aus diesem Grund hat sich ATRIA mit dem E-DPS wieder für eine Witron-Lösung entschieden. 

Da es sich sowohl bei OPS als auch bei E-DPS um standardisierte Systeme basierend auf der Witron-Modulstrategie handelt, konnte der Upgrade der mehr als 5 Jahre laufenden OPS-Software und die anschließende Synchronisation mit der neuen E-DPS-Lösung zügig durchgeführt werden.

„Dieses Stammkundengeschäft ist für uns ausgesprochen wichtig und bringt für beide Partner ganz erhebliche Effizienzgewinne. Aber bei Atria handelte es sich nicht um ein typisches Folgeprojekt wie beispielsweise eine Gassenerweiterung in einem bestehenden System. Es handelt sich vielmehr um die Integration eines weiteren Kommissioniersystems neben der schon bestehenden Lösung.“, so Bauriedl. Auch bei diesem Projekt kamen alle Vorteile des Stammkundengeschäftes zum Tragen. Zum einen, dass sich die Beteiligten in aller Regel kennen, ebenso müssen eine ganze Reihe zeit- und kostenintensiver Vorarbeiten in aller Regel nicht ein zweites Mal gemacht werden. Für Witron ist es darüber hinaus ein wichtiges Zeichen dafür, dass die innovativen Systemlösungen des Unternehmens aufgrund der messbaren wirtschaftlichen Vorteile vom Markt angenommen werden und zur größten Zufriedenheit der Kunden arbeiten.

Kommissionierleistung um Faktor 1,6 gestiegen – Transportkosten reduziert

Die Ergebnisse nach Einführung von E-DPS können sich jedenfalls sehen lassen. „Mit derselben Anzahl an Mitarbeitern ist unsere Kommissionierleistung noch einmal um dem Faktor 1,6 gestiegen“, zieht Jaakko Takala ein positives Fazit. „In unserem hart umkämpften Marktumfeld sichert uns das für die kommenden Jahre einen ausgesprochen wichtigen Kostenvorteil gegenüber unseren Wettbewerbern und versetzt uns in die Lage, die Zufriedenheit auf Seiten unserer Kunden nachhaltig zu steigern.“ Obwohl andere Unternehmen mittlerweile auch mit dem Einsatz automatisierten Kommissionierprozessen beginnen, profitiert ATRIA von seiner gemeinsam mit Witron aufgebauten langjährigen Innovationsführerschaft und minimalen Logistikkosten in diesem Bereich.

Darüber hinaus ist der Füllgrad der Behälter mit E-DPS noch einmal um rund zehn Prozent angestiegen, da fehlende Artikel jetzt in die Kundenbehälter nachgeliefert werden können. Diese Einsparung an Versandbehältern führt natürlich auch zu wesentlich geringeren Transportkosten innerhalb des gesamten logistischen Kreislaufs. „Wir sind mit der Leistungsfähigkeit des E-DPS ausgesprochen zufrieden“, so Takala. „Und außerdem wissen wir, dass das System jeden Tag noch besser wird.“ Den in der Vergangenheit zur Abdeckung kurzfristig auftretender Spitzen zeitweise notwendigen Zusatzanteil an manueller Pickleistung, der sehr teuer und ineffizient war, konnte ATRIA mit E-DPS vollständig aus dem Prozess eliminieren. „Insgesamt bietet uns E-DPS somit ideale Vorraussetzungen, um tagtäglich über 4.000 Kunden mit über 600 verschiedenen Artikeln in bester Qualität und Frische zu beliefern“, so Takala. „Dafür steht ATRIA."

Autor: Thomas Wöhrle, Fachjournalist, Karlsruhe.