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Der Sieger in der Kategorie "Dienstleistung", WITRON Logistik + Informatik GmbH: (von links) Gratulant EWiF-Präsident Hans Spitzner (Staatssekretär a.D.), Helmut Prieschenk, Geschäftsführer WITRON Logistik + Informatik GmbH (mit Urkunde), Christian Dietl, Geschäftsführer WITRON OnSite Services GmbH (mit Trophäe) sowie Laudator Staatssekretär Albert Füracker. Bild: Märzheuser Kommunikation

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26.10.2016

Generalunternehmer WITRON baut sein Leistungsportfolio weiter aus


Foto: 3-D-Bild WITRON

Foto: WITRON

Der nächste Evolutionsschritt: WITRON als Logistik-Dienstleister

Parkstein. WITRON stellt sich konsequent den Herausforderungen des Marktes. Sowohl bei der Entwicklung neuer Logistikmodule, als auch bei der Konzeption kundenindividueller Service- und Betreibermodelle. War WITRON bisher mit seinem ohnehin breiten Leistungsportfolio als Generalunternehmer weltweit für die Planung, Realisierung und den Service seiner hochdynamischen Kommmissionieranlagen bekannt, übernimmt der Oberpfälzer Systemintegrator nun noch mehr Verantwortung für seine Kunden.

„WITRON Warehouse Operation Service“ nennt sich diese Kompetenzerweiterung, die in der „mechanisierten“ Logistikwelt bisher wohl einmalig ist. So wird ein automatisiertes Verteilzentrum von WITRON nicht nur geplant, realisiert und durch ein On-Site-Service-Team rund um die Uhr auf höchster Verfügbarkeit gehalten. Jetzt ist WITRON darüber hinaus auch als Dienstleister mit eigenem Personal für den kompletten Lagerbetrieb verantwortlich – vom Wareneingang, über die Logistikprozesse, die Kommissionierung, der Tourenplanung, den Versand bis hin zu administrativen Aufgaben wie Personalwesen, Arbeitssicherheit, dem Objektschutz und der Reinigung.

Laut Aussage eines US-Kunden schaffe die Übertragung der kompletten Lagerbetriebsverantwortung an WITRON die nötigen Räume, sich noch intensiver auf die eigene Kernkompetenz konzentrieren zu können. In Zeiten dynamischer, sich permanent wandelnden Märkten, sei es von höchster Wichtigkeit, den Haupt-Fokus auf das eigene Kerngeschäft - den Handel - zu richten. Dabei verlasse er sich im Hintergrund auf das jahrzehntelang aufgebaute Logistik-und Service-Know-how von WITRON. Denn damit sei sicherstellt, dass der Lagerbetrieb kontinuierlich an die Herausforderungen neuer Marktsituationen angepasst ist. 

Gerade in Nordamerika hat sich in den letzten Jahren immer mehr herauskristallisiert, das der Kunde mehr sucht als einen Anlagenlieferanten“, erklärt Christian Dietl, Geschäftsführer der WITRON-Services. „Besonders dann, wenn er mit dem Wechsel von einem vormals manuellen Lager hin zu automatisierten Logistikprozessen – quasi zu einer „Produktion“ – Neuland betritt. Wir wissen aus unserer weitreichenden und langjährigen Erfahrung, worauf es ankommt. Bis dato haben wir den Kunden „an der Hand genommen“, jetzt können wir die entscheidenden Maßnahmen selbst definieren und umsetzen.“ 

Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel hat WITRON weltweit zahlreiche Leuchtturmprojekte realisiert und versteht die Branche gut. Und aus dieser Branche stammen auch die ersten Beauftragungen für das neue Betreiber-Konzept. „Durch den intensiven Kontakt mit unseren Kunden sind wir in die Geschäftsprozesse der Food-Retailer schon sehr tief eingestiegen und kennen deren Supply Chain vom Lieferanten bis hin zur Filiale oder zum Endkunden im Detail“, erläutert Christian Dietl. „Der erweiterte Verantwortungsbereich macht es jetzt möglich, essentielle Prozesse innerhalb und außerhalb des Logistikzentrums aktiv mitzugestalten und zu optimieren“. 

Somit ist sich WITRON sicher, hier für seine Kunden einen noch größeren Mehrwert und Wettbewerbsvorteile generieren zu können, wenn der gesamte Logistikstandort vom Generalunternehmer selbst betrieben wird. Entscheidend ist hierbei die direkte Schnittstelle mit den zentralen Schaltstellen des Kunden, was für WITRON enorme Optimierungspotenziale erschließt. 

„Wenn wir unser Lagerverwaltungssystem über offene Schnittstellen mit dem ERP-System und weiteren externen Systemen des Kunden vernetzen, können wir den Einkaufs-Forecast und die Bestandsoptimierung exakt mit unseren Logistiksystemen synchronisieren. Wenn wir die aktuellen Abverkaufszahlen der Filialen kennen und eine enge Schnittstelle zur Tourenplanung des Kunden besteht – bzw. WITRON selbst für die Tourenplanung verantwortlich ist - dann  können wir die tägliche Kommissionierleistung der automatisierten Subsysteme stundengenau planen, die Anlage daher optimal auslasten sowie die Aufträge just-in-time im Versand bereitstellen“, erklärt Christian Dietl. Darüber hinaus sei es durch das Einbeziehen historischer Kundendaten schon im Vorfeld möglich, auf Spitzentage, saisonale Schwankungen und die Auswirkungen von Marketing- und Verkaufsaktionen proaktiv zu reagieren. „Flexibilität schafft ebenfalls der Zugriff auf die gesamte Personalstruktur eines Logistikzentrums. So könnten auch hier Effizienzpotentiale schnell erkannt und Synergien zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen bestmöglich genutzt werden“.

Die Analyse und Anwendung von „Big Data“ ist somit in WITRON-Projekten schon gelebte Praxis. Gesteuert wird das digitale Logistikzentrum mit und durch einen zukunftsweisenden Leitstand. Eine von WITRON entwickelte Leitstandssoftware erstellt auf Basis einer Vielzahl gesammelter und ausgewerteter Informationen aus dem Lagerverwaltungssystem automatisch Aktions- und Handlungsempfehlungen für den Betreiber – mit Hilfe zahlreicher Schnittstellen zu internen und externen Systemen. Das gewährleistet Durchgängigkeit und Transparenz über alle Vertriebskanäle, eine intelligente Beschaffung und Bestandsoptimierung sowie ein globales Bestandsmanagement über alle internen und externen Lagerstandorte bis hin zu Beständen bei Lieferanten. Eine ganzheitliche Prognose für die Prozesse aller Lagerbereiche – vom Wareneingang, über die Kommissionierung bis zum Versand und den Retouren – generiert eine Vielzahl von Optimierungsmaßnahmen in Bezug auf den Einsatz der Kommissioniersysteme, den Personalbedarf und Schichtbesetzungen. Zugleich erfolgt ein Workload Balancing, also eine Verteilung von Auftragsspitzen auf die zur Verfügung stehenden Kommissionier-Ressourcen. Ebenso profitiert die Instandhaltung von der Analyse und Interpretation aussagekräftiger Daten und geht somit Schritt für Schritt in die Richtung „selbstlernender Systeme“. 

Durch die Vernetzung aller Prozesse im Distributionszentrum vertikal und der Prozesse in der Supply Chain horizontal entstehen umfangreiche Datenpools und eine durchgängige Transparenz. Daraus lassen sich genaue Handlungsempfehlungen für alle Funktionsbereiche erstellen als auch die gesamtheitlichen „Costs per Case“ über die gesamte Supply-Chain hinweg zuverlässig ermitteln. In Zeiten von E-Commerce und Multi-Channel-Logistik ein signifikanter Wettbewerbsvorteil. 

Für WITRON ist diese Kompetenz-Erweiterung der nächste logische Schritt, der – resultierend aus Forderungen des Markts - dem Kunden ein Höchstmaß an Nutzen bringt. „Nun können wir gewährleisten, dass unsere Anlagen mit maximaler Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Flexibilität und Verfügbarkeit arbeiten, so Dietl.  


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